Wicca-Traditionen

 

Scott Cunningham, ein gefeierter Autor und einer der berühmtesten amerikanischen Hexer aller Zeiten, beschrieb Wicca als „organisierte, strukturierte, spezifische Gruppen, die oft Einweihungen vornehmen und einzigartige Rituale praktizieren. Viele Traditionen haben ihr eigenes Buch der Schatten und erkennen in der Regel die Mitglieder anderer Richtungen als Hexen an. Die meisten Traditionen bestehen aus vielen Zirkeln und aus Personen, die einzeln praktizieren.“

So wie das Christentum sich in mehrere Kirchen gespalten hat, gibt es auch bei Wicca Untergruppen. Einige von ihnen haben bestimmte Namen, etwa „Strega“ in Italien oder „Nordisch/Germanisch“. Andere tragen die Namen ihrer Gründer, zum Beispiel die „Gardnerianer“ (gegründet von Gerald Gardner in den fünfziger Jahren), die „Alexandrianer“ (gegründet von Alex Saunders etwa zur gleichen Zeit) und die „Starhawks“ (benannt nach der bekannten Autorin Starhawk). Und schließlich gibt es noch Familienclans, das sind mehrere Gruppen unter einem gemeinsamen Dach: „Die Familie vom Schlangenstein“ (gegründet vom verstorbenen, verehrten Wil Martin), „The Black Forest Clan“ (das ist meine Gruppe) und der „Zirkel der Göttin“.

Ich weiß, das hört sich verwirrend an – aber mach dir darüber keine Gedanken. Auch diese Hexen haben irgendwann einmal angefangen, genau wie du. Wenn du lernst und dich weiterentwickelst, schließt du dich vielleicht einer dieser Gruppen an oder du ziehst es vor, allein zu arbeiten. Alle Gruppen, die ich genannt habe, unterscheiden sich zwar in ihren Zeremonien oder Aufnahmebestimmungen, aber sie alle haben das gleiche Ziel und halten sich an die Wicca-Prinzipien – das ist das Schöne daran. Gerade unsere Unterschiede und unsere Individualität machen uns stark.

 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis