Das Sabbat-Ritual

 

Am Sabbat sieht dein Ritual in etwa so aus:

 

 

1.

Bereite den heiligen Ort vor.

 

2.

Weihe den Altar.

 

3.

Ziehe den Kreis.

 

4.

Rufe die Himmelsrichtungen an.

 

5.

Hole den Mond herunter oder rufe den Gott und die Göttin.

 

6.

Festritual

 

7.

magische Arbeit (Feuer-Fest)

 

8.

Tanzen im Kreis oder Bündeln der Energie

 

9.

Kommunion

 

10.

Danke dem Geist für den Besuch.

 

11.

Gib die Energie der Himmelsrichtungen frei.

 

12.

Hebe den Kreis auf.

 

13.

Feiere tüchtig.

 

14.

Räume auf.

 

Wie du siehst, gibt es zwischen dem Esbat-Ritual und dem Sabbat-Ritual einige Unterschiede. Die magische Arbeit entfällt am Sabbat oder wird nach dem Ritual ausgeführt. Die am Esbat übliche Meditation entfällt. Und zudem finden Gruppenaktivitäten oft nicht am Abend statt. Da der Sabbat etwas mit der Sonne zu tun hat, feiern ihn viele Gruppen einen ganzen Tag lang, vor allem in den warmen Monaten. Dann füllen Seminare, Trommeln und Picknicks den Tag aus. Manchmal beginnt das Fest mit dem Ritual, ein andermal endet es damit.

Wenn du ein Sabbat- oder Esbat-Ritual vorbereitest, schaust du am besten deinen Gefühlen ins Auge. Ein Ritual soll dich, deine Gefühle und deinen Glauben an den Geist ausdrücken. Der Kampf zwischen dem sterbenden Eichenkönig und dem siegreichen Stechpalmenkönig symbolisiert aufgestaute Emotionen – Geschöpfe unserer Angst –, die an die Oberfläche steigen und durch Worte siegreich aufgelöst werden. Die Liebe und Fülle der Göttin sind das Symbol unserer Sehnsucht, Erfüllung in der Liebe zu finden und andere zu lieben. Die besten Rituale sind jene, die du selbst geschrieben und geplant hast, nicht jene, die du aus Büchern holst. Ja, es gibt viele Bücher mit unzähligen Hexenritualen. Wenn meine Zeit knapp ist, benutze ich sie auch. Trotzdem empfehle ich dir, Bücher nur als Anregung zu betrachten. Sie zeigen dir, wie ein Ritual aussieht, und erklären dir die Hintergründe. Das Ritual selbst sollte aus deinem Inneren kommen. Dann ist es ein ganz besonderes Ritual. Es gibt kein „falsches Ritual“, wenn es niemandem schadet und das Leben feiert.

 

 

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